VIRTUOSE TIEFE AUF HOHEM NIVEAU

"Nach dem beschwingten Auftakt mit Mozarts selten gespielter Ouvertüre zur Oper "La finta giardiniera" avancierte das A-Dur-Klavierkonzerts KV 414 des Salzburgers zum ersten Höhepunkt. Lifits brillierte mit manueller Gewandtheit und sanft-durchgeistigtem Ton, welche die luftige Grazie und die serenadenartige Dynamik der Komposition wunderbar entfalteten. Von geschmeidiger Trillerseligkeit und mit der Neigung, gewisse Pausen gerade lange genug auszureizen - und dabei mimisch manchen Ton einzeln zu zerkauen - schuf er im gelungenen Zusammenspiel mit dem von Konzertmeisterin Diana Tishenko geleiteten Orchester eine berückende Interpretation. Ähnliches galt für Benjamin Brittens 1939 komponierten "Young Apollo": Klar ist dieses Werk nicht frei von allzu deutlich gesetzten Effekten und das Dialogisieren zwischen Pianist und den Streichern hat mitunter etwas pompös Akzentuiertes, aber Lifits überspielte die eventuell zu kritisierenden Oberflächlichkeiten der Komposition mit einer virtuosen Tiefe, die beeindruckte. Verdiente "Bravo"-Rufe zur Pause für den Pianisten, der unter anderen den renommierten 57. Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni gewonnen hat. Als Zugabe zauberte Lifits mit Chopins Nocturne Nr. 20 weiche Klangschönheit in den Raum."

(Foto: Claus Schunk)

 

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/gruenwald-virtuose-tiefe-auf-hohem-niveau-1.2528780

 

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